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ADFC Fahrradklima-Test 2022 © ADFC

10. ADFC-Fahrradklima-Test gestartet

 

Zum 10. Mal fragt der ADFC-Fahrradklima-Test nach, wie fahrradfreundlich deutsche Städte und Gemeinden sind. Im Fokus: der ländliche Raum. Unbedingt mitmachen, denn die Alltagserfahrungen aller Menschen sind wichtig für die Fahrradförderung vor Ort.

 

Der alle zwei Jahre stattfindende ADFC-Fahrradklima-Test ist ganz nah dran am Puls der Radfahrenden: Hier können sie bewerten, wie sich das Radfahren vor Ort tatsächlich anfühlt.

Investieren Sie etwa zehn Minuten für die Radverkehrsförderung vor Ort und beantworten Sie die 27 Fragen und fünf Sonderfragen. Wer keinen Internetzugang hat, kann beim ADFC vor Ort nach einer Papierversion fragen.

Hier geht es direkt zur Umfrage

Für die politisch Verantwortlichen sind die Ergebnisse eine wichtige Rückmeldung aus der Bevölkerung, aber nicht immer schön. Oft haben sie den Eindruck, schon viel für den Radverkehr getan zu haben, doch die Wahrnehmung der Bürger:innen ist eine ganz andere.

Bei der Auswertung der Ergebnisse von 2020 fiel auf, dass 412 der bewerteten Orte aus der kleinsten Ortsgrößenklasse mit unter 20.000 Einwohner:innen kamen. Weil der ADFC-Fahrradklima-Test ursprünglich für Großstädte konzipiert wurde, thematisiert der ADFC diesmal den ländlichen Raum in zusätzlichen Fragen, die den Standard-Fragebogen ergänzen.

Im Fokus: der ländliche Raum

Die Fragen sollen insbesondere klären, ob von den ländlichen Gegenden aus wichtige Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten in den größeren Nachbarorten mit dem Fahrrad direkt und komfortabel erreichbar sind. Bei der Frage, wie sicher sich diese Wege anfühlen, geht es nicht nur um die Verkehrssicherheit, sondern auch um die soziale Sicherheit: Wie sicher fühlt man sich beispielsweise auf einer nächtlichen Heimfahrt?

Zudem will der ADFC wissen, ob Pendler:innen sichere und komfortable Fahrradparkplätze an Bahnhöfen und Haltestellen vorfinden. Und schließlich geht es um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen: Können sie mit dem Rad zur Schule, zum Sport und zu Freund:innen fahren oder müssen sie ständig gebracht werden? Mit den Antworten auf diese Fragen will der ADFC ein genaues Bild von der Situation für Radfahrende im ländlichen Raum erhalten.

Wir haben beim letzten Fahrradklima-Test viel Feedback über die Kommentarfelder bekommen und konnten die Umfrage weiter verbessern. Dafür möchten wir uns bedanken, auch bei allen, die uns darin bestätigt haben, den ländlichen Raum in den Fokus zu nehmen“, sagt Svenja Golombek. Sie leitet das Projekt beim ADFC.

Ergebnisse im Frühjahr 2023

Der Verkehrswissenschaftler Thomas Böhmer wertet die Umfrage wieder für den ADFC aus und sagt: „Bundesweit wurden in den letzten zwei Jahren die Mittel für den Radverkehr deutlich aufgestockt. Die Frage ist, ob sich das positiv in den Ergebnissen widerspiegelt oder ob die Radfahrenden kritischer bewerten, weil ihre Erwartungen, auch an eine sichtbare Verkehrswende, noch stärker gestiegen sind.“

Die Umfrage startete am 1. September und läuft bis Ende November, danach beginnt die Auswertung. Im Frühjahr 2023 werden die Ergebnisse vorliegen und im Bundesverkehrsministerium präsentiert. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.

Mitmachen lohnt sich

Letztlich geht es im ADFC-Fahrradklima-Test darum, das Schwarmwissen der Menschen zu sammeln, die im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sind. Ihre Bewertungen lassen sich gezielt für Verbesserungen des Radverkehrs vor Ort nutzen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test 2022 wird zeigen, ob Städte und Gemeinden bei ihren Bürger:innen punkten können. Die Umfrage läuft noch bis zum 30. November 2022: www.fahrradklima-test.de.

 

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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